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Chado (Tee Zeremonie)Die hochentwickelte Etikette und das Ritual der japanischen Teezeremonie hat ihren Ursprung in der Kultur der Zen Klöster. In der Teezeremonie (chado oder sado) wird in der Gegenwart eines Gastes in ritualisierter Form grüner Tee zubereitet und auch serviert. Zu einer vollständigen Teezeremonie gehört eine Mahlzeit (chkaseki) und das zweimalige Servieren von Tee (koicha und usucha) und sie dauert ungefähr vier Stunden. Während dieser Zeremonie ist der Gastgeber ganz und gar damit beschäftigt, eine Atmosphäre zu erschaffen, in welcher der Gast einen ästhetischen, intellektuellen und sinnlichen Genuss- sowie geistigen Frieden- erleben kann. Obwohl alle Anstrengungen des Gastgebers darauf gerichtet sind, den Genuss der Teilnehmer zu erhöhen, bedeutet dies nicht, dass die Teezeremonie eine Zeit ist, in der die Gäste im Selbstgenuss schwelgen. Die Zeremonie ist auch darauf ausgerichtet, Bescheidenheit in den Teilnehmenden zu fördern. Ihre Aufmerksamkeit wird auf die tiefgründige Schönheit sehr einfacher natürlicher Dinge gerichtet, - das Licht, der Klang des Wassers, das Glühen des Holzkohlenfeuers, all das wird in der schlichten Umgebung einer Teehütte zum Leuchten gebracht. Die Schönheit der handgemachten Teeschalen, der Blumengestecke und der Kalligraphien demonstrieren die kreativen Kräfte des Universums, die sich in menschlicher Anstrengung wiederspiegeln. Die Zeremonien wurden in intimen, wunderschön gestalteten Räumen und Gärten der Teehäuser durchgeführt. Diese waren spärlich durch Blumengestecke oder Summe (Tuschemalereien) dekoriert, welche die harmonischen Kräfte des Universums verkörpern. Diese Praxis erfordert ein hohes Maß an meditativer Achtsamkeit und sie erweckt ein Gefühl von natürlicher Heiligkeit. |
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