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Arbeit mit Kontemplativer Kunst

Häufig wird der spirituelle Pfad als ein Pfad der Askese betrachtet, durch den man höhere himmlische Ebenen erreicht. In unserer Tradition geht es jedoch darum, ein tieferes und genaueres Verständnis über uns und unsere Welt zu entwickeln, um uns dadurch unseren Erfahrungen und anderen Menschen gegenüber öffnen zu können. Eine tiefe Verbindung zur Meditationsübung ist unerlässlich für diesen Prozess, wir können jedoch ebenfalls mit anderen Disziplinen arbeiten.

Arbeit mit westlichen Kunstformen

Viele von uns haben bereits Erfahrungen mit einer künstlerischen Disziplin gesammelt. Statt diese jetzt zu vernachlässigen oder abzulehnen, können wir sie in unseren spirituellen Pfad einbinden. Die Grundlage dafür ist, dass wir jede Form der Kunstschaffens als Zugang zur der Erscheinungswelt benutzen können, statt uns vor ihr zu verschließen. Wenn wir Fotografie, die Hohe Schule des Reitens, Malerei, etc. nicht dazu benutzen, uns selbst von anderen abzutrennen oder große Stars aus uns zu machen, können wir durch diese Disziplinen in einen engeren Kontakt mit der Welt treten.

Thus rather than seeing art or photography or dressage as a way to set ourselves apart from other people, to glorify ourselves or make stars out of ourselves, we use our art forms to come more closely into contact with our world .

Haben wir Kontakt zur erwachten Natur unseres Geistes gemacht, dies geschieht normalerweise durch Achtsamkeits-/Gewahrseins-Übung, dann können wir die Dinge so sehen, wie sie sind und in unserer Kunst Wege finden, diese Sicht ohne Kampf oder zielorientiertes Denken auszudrücken. Das ist die Übung von „Dharma–Kunst“. So kann ein Dharma Kunstwerk Gutheit und Würde der Situation ausdrücken. Die Würde erwächst aus dem Interesse des Künstlers oder Übenden an allen Aspekten des eigenen Lebens und aus der Wertschätzung, die der eigenen Erfahrungen entgegengebracht wird.

Unser Handwerk entwickeln

Eine Form der kontemplativen Kunst auszuüben bedeutet nicht, einfach nur zu meditieren und sich dann in eine künstlerische Praxis zu stürzen. Wir müssen unsere künstlerische Disziplin studieren und trainieren, egal ob es sich um Fotografie, Bogenschießen oder Töpfern handelt. Es ist nötig, dass wir unser Handwerkszeug erlernen und das existierende Wissen und die Weisheit unserer jeweiligen Disziplin aufnehmen, welche über Generationen übermittelt wurde. Es geht nicht darum , dass wir alles selbst erfinden. Es gibt einen ungeheuren Reichtum an handwerklichen Können in den Traditionen der westlichen Künste und ein Bestandteil des Pfades der kontemplativen Kunst ist, diesen zu entdecken und die Kenntnis unserer eigenen Tradition zu vertiefen.

Wenn wir auf der Grundlage unserer Erfahrungen mit der kontemplativen Kunst in der Lage sind, die Schönheit und Würde einer jeden Situation zu sehen und wenn wir dies der eigenen Kunst stärken und zeigen können, dann sind wir auch in der Lage, diese Prinzipien auf unseren Alltag zu übertragen. Allmählich begreifen wir, dass jede Form des Handelns das Potential hat, uns zu entspannen und uns für die Erscheinungswelt zu öffnen.

Übung in den Shambhala Zentren

In den Shambhala-Zentren finden viele Angebote in Bezug auf kontemplative Künste statt. Diese Disziplinen sind kein Ersatz für den spirituellen Pfad, sondern bereichern ihn. Jede Kunst, jede künstlerische Tradition kann eine kontemplative Kunst werden, wir müssen nur bereit sein, in sie hineinzutauchen und sie nicht als ein Mittel benutzen, unser Ich, unser eigenes Weltkonzept zu verbreiten.

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