Jenseits vom traditionellen Buddhismus

Von Anfang an hatte Trungpa Rinpoche seine westlichen Schüler leidenschaftlich ermutigt, eine kontemplative Haltung in ihre Alltagsaktivitäten zu integrieren. Einerseits machte er seiner Gemeinschaft von Schülern eine Reihe von traditionellen kontemplativen Praktiken verfügbar und andererseits arbeitete er persönlich mit dem vielfältigen, spezifischen Interesse, das er unter ihnen vorfand. Er entwickelte verschiedene `spezialisierte` Wege und half so seinen Schülern, eine meditative Annäherung an ihre jeweiligen Disziplinen zu finden.

Kunst im Alltag

Die Aktivitäten, die er in seine Vision einschloss, waren unter anderem Japanisches Bogenschießen, Blumensteckkunst, Teezeremonie, Tanz, Theater, Film, Dharma-Kunst, Dichtkunst, Gesundheitsfürsorge und Psychotherapie. Durch diese verschiedenen Aktivitäten wollte Trungpa Rinpoche den Samen ausstreuen, um mit seinen eigenen Worten: „Kunst in den Alltag zu bringen“. 1974 gründete er die Nalanda-Stiftung als Dachorganisation für diese Disziplinen.

Die Shambhala Lehren

Lange hatte Chögyam Trungpa den Wunsch gehabt, die formale kontemplative Praxis auch den Menschen nahe zu bringen, die nicht unbedingt an einem Studium der buddhistischen Lehre interessiert sind. Für Menschen mit den unterschiedlichsten religiösen oder spirituellen Bindungen entwickelte er in den späten siebziger Jahren ein weltlich ausgerichtetes Meditationsprogramm, welches Shambhala Training genannt wurde und welches noch zu Trungpa`s Lebzeiten tausende von Schülern anzog. Bis in die Mitte der achtziger Jahre brachte er diesen „weltlichen“ Lehren immer mehr Aufmerksamkeit entgegen, während er gleichzeitig weiterhin Bücher veröffentlichte, Vajradhatu-Seminaries abhielt, ein buddhistisches Kloster in Cape Breton in Neuschottland, Kanada gründete und ununterbrochen Belehrungen erteilte.

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