tn_4dignities.jpg

Geschichte und Linie

Wenn wir uns auf die Reise der Shambhala-Kriegerschaft begeben und lernen wollen, unsere Herzen zu öffnen und furchtlose Wachheit zu entwickeln, dann hängt dies in erster Linie von unserem persönlichen Zugang zu Wahrhaftigkeit, Offenheit und grundlegender Gutheit ab. Wir brauchen jedoch auch jemanden, der uns leitet, der uns hilft, auf dem Pfad fortzuschreiten. Letztendlich können wir unsere Selbstbezogenheit - unser Ego - nur dann loslassen, wenn wir im Kontakt mit einem lebenden Beispiel sind, mit jemandem, der diesen Weg schon vor uns gegangen ist. So wird Linie in den Shambhala-Lehren verstanden; nur so kann in der Shambhala-Welt die vollständige Verwirklichung von Gesundheit auf einen Menschen übertragen werden, damit sie oder er diese Gesundheit verkörpern und ihre Verwirklichung wiederum in anderen fördern kann.

Ursprung der Lehren:

Es wird erzählt, dass der Buddha die Shambhala-Lehren ursprünglich dem ersten König von Shambhala, König Suchandra, übermittelte. Als der König den Buddha um Unterweisungen bat, fragte dieser ihn: „ Was für eine Art von Lehren möchtest Du erhalten?“ Suchandra`s Antwort war sehr klar umrissen: er wollte Belehrungen, die ihm und seinen Untertanen helfen würden, die jedoch nicht erfordern würden, dass sie ihr weltliches Leben und ihre Sinnesfreuden aufgeben müssten, um ein monastisches Leben zu führen. Er befürchtete sein Königreich würde auseinanderfallen, wenn all seine Untertanen Nonnen und Mönche würden. Als Antwort auf diese Bitte, schickte der Buddha seine Mönche aus dem Zimmer und erteilte die ersten Shambhala-Belehrungen.

Übermittlung in Tibet: Padmasambhava und Gesar

Padmasambhava war einer wichtigsten Lehrer, der den Buddhismus nach Tibet gebracht hat. Er war ein verwirklichter tantrischer Meister, der als eine Emanation des Buddha betrachtet wurde. Er spielt eine bedeutende Rolle in der Übermittlung des Buddhismus von Indien nach Tibet. Er ist bekannt dafür, dass er die gesamten buddhistischen Lehren in einer furcht- und kompromisslosen Weise nach Tibet brachte. Gesar von Ling ist ein Krieger, welcher der Held des gleichnamigen tibetischen Epos und zahlloser weiterer realer oder mythischer Geschichten ist. Auch er wird als erleuchteter König betrachtet, der die Shambhala-Lehren durch die Art und Weise seiner Herrschaft verkörperte. Er machte die buddhistischen Lehren zum Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens und verhalf diesen Lehren, in Tibet Fuß zu fassen.

Padmasambhava

Übermittlung in den Westen:

Als Chögyam Trungpa Rinpoche in den Westen kam, unterwies er interessierte Schüler in den buddhistischen Lehren und der Praxis der Meditation. Es gelang ihm, wahren Dharma in den Westen zu verpflanzen und mit der Zeit sammelte sich eine große Gruppe von Schülern um ihn. In Anbetracht der Tatsache, dass er bereits enorm viel erreicht hatte, war es überraschend, als er 1977 die Shambhala Lehren einführte, um die Meditationspraxis einer noch größeren Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen religiösen und spirituellen Bindungen nahe zu bringen.

Sein Interesse an den Shambhala Lehren war jedoch nicht erst plötzlich aufgetaucht. Seine Verbindung reichte bis in die Zeit seiner eigenen Ausbildung in Tibet zurück. Schon in dieser Zeit hatte er verschiedene Texte studiert, die im Zusammenhang mit der Shambhala-Tradition stehen. Als er aus Tibet flüchten musste, arbeitete er gerade an einem Manuskript über Shambhala. Wenn er am Anfang auch nicht sehr viel über die Shambhala Lehren sprach, so dachte Trungpa Rinpoche doch darüber nach, wie er sie im Westen präsentieren könne. 1976 drängten sich diese Lehren dann vehement nach vorn: Trungpa Rinpoche empfing Texte, die eine Verbindung zu den Shambhala-Lehren hatten. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Linie von ganz bestimmten, hochentwickelten Lehrern, welche Texte finden oder entdecken können, die von Padmasambhava versteckt wurden und zwar sowohl im physischen als auch im psychischen oder geistigen Raum. Diese Texte werden nicht verfasst sondern „empfangen“. Trungpa Rinpoche fing an, seine Schüler in die Lehren der von ihm empfangenen Texte einzuweisen und damit war Shambhala Training geboren.

Gesar of Ling

1978 ermächtigte Chögyam Trungpa Rinpoche seinen Sohn Sakyong Mipham Rinpoche als seinen Shambhala-Erben. Sakyong Mipham Rinpoche wurde von seinem Vater als Shambhala-Krieger erzogen und er gilt als die Wiedergeburt von Mipham Rinpoche, einem berühmten buddhistischen Meister aus dem 19. Jahrhundert, der zahlreiche Werke verfasste und der mit starkem Bezug auf die Shambhala Tradition lehrte. Als er im Sterben lag und seine Schüler ihn fragten, wo er wiedergeboren werden würde, antwortete er, dass er nicht nach Tibet zurückkommen, aber stattdessen nach Shambhala gehen würde.

Sakyong Mipham Rinpoche ist jetzt das Oberhaupt und der Linienhalter unserer Shambhala-Gemeinschaft.

HomeSite map |  Kontakt  | Zentrum finden | Täglicher Slogan | Über 

 
Shambhala Deutschland Shambhala Europe